Eben gesehen, schon vergessen. Mit unserer Aufmerksamkeit geht es bergab. Eine neue Studie bestätigt, dass die Aufmerksamkeitsspanne auf Facebook mobil bei 1,7 Sekunden liegt – das ist ein Fünftel im Vergleich zu der von Goldfischen!

Wir alle kennen den Disney-Film „Findet Nemo“. Darin verliert die blaue Doktorfisch-Dame Dorie ständig die Orientierung oder vergisst ihren Namen oder wo sie hinwollte und warum. In Präsentationen für unsere Kunden benutzen wir oftmals die Metapher des vergesslichen Goldfisches, um die Anforderungen an das digitale Marketing zu veranschaulichen. Denn wir Menschen haben mit knapp neun Sekunden eine geringere Aufmerksamkeitsspanne als Goldfische. Das hat zum Resultat, dass wir Botschaften in Zukunft noch plakativer aufmachen und vereinfachen müssen!

Unsere Aufmerksamkeit ist ein knappes und begehrtes Gut – und sie sinkt leider laufend. Wenn es um das Erfassen von Inhalten auf Facebook geht, dann liegt sie deutlich unter der Aufmerksamkeitsspanne eines Goldfisches – und damit kürzer als je zuvor!


Konsumieren wir Inhalte in der Desktop Version, dann liegt die Spanne bei 2,5 Sekunden – auf dem Smartphone sogar nur bei 1,7 Sekunden. Das liegt an der Flut an Inhalten, mit denen wir tagtäglich konfrontiert sind.

Wir leben in einer Welt der permanenten Ablenkungen: „My phone… My kids… My tablet… My friends… There’s always something competing for my attention these days!“ Darauf reagiert unser Gehirn. Es verändert sich rasant und passt sich den neuen Umwelteinflüssen an. Was eine Studie von Microsoft schon vor zwei Jahren aufgezeigt hat, bestätigt sich abermals: Unser digitaler Lebensstil verändert unsere kognitiven Leistungen.

Diese Erkenntnisse haben Folgen auf unsere Art der Kommunikation. Eine der Empfehlungen ist, die Inhalte wie Werbung von allen unnötigen Informationen zu „säubern“. Indem wir klare, außergewöhnliche und kurz gefasste Botschaften vermitteln, gelingt es uns eher die Aufmerksamkeit der Menschen einzufangen. Wenn den Menschen die Motivation fehlt, den Input zu verarbeiten, dann beendet das Gehirn dessen Aufnahme.

Informationen müssen daher in Zukunft noch einfacher, zugespitzter und damit ansprechender und somit schneller „verdaubar“ sein. Das betrifft alle Arten von Inhalten.

Fotocredit: senft & partner, Goldfisch: Kate Brady/flickr