PresseschildManche Unternehmen und bestimmte Menschen sind öfter in den Medien zu finden als andere! Haben Sie sich schon mal gefragt, warum das so ist? Verfügen deren Manager und Experten über spezielles Fachwissen, mit dem die anderen nicht punkten können? Haben sie Insiderinformationen, die an anderer Stelle nicht zu bekommen sind? Oder haben Sie einfach nur mehr zu sagen? Woran liegt es, dass die einen immer wieder Anfragen von Journalisten bekommen und die anderen niemals?

In der Regel liegt es nicht daran, dass der Branchenkollege oder die Branchenkollegin die volleren Haare, die bessere Frisur, die breiteren Schultern oder eine besonders angenehme Radiostimme hat. Es ist viel simpler! Auch im Journalismus gelten die Regeln des freien Marktes: Wer das bessere Angebot hat gewinnt. Umgelegt auf die mediale Präsenz heißt das konkret: Jene Unternehmen oder Personen, die sich besser auf die Bedürfnisse der Journalisten eingestellt haben, kommen auch öfter in den jeweiligen Formaten vor. Dazu gehört es nicht nur spannende Themen anzubieten, sondern auch eine kurze Reaktionszeit. Wer schnell reagiert, erhöht seine Chancen auf mediale Präsenz um ein Vielfaches.

Der frühe Vogel …
Stellen Sie sich vor ein Journalist schickt Ihnen eine E-Mail mit der Bitte um Bildmaterial, ein kurzes Kommentar oder ein Expertenstatement. Wie schnell reagieren Sie?

  • Innerhalb der nächsten drei bis fünf Werktage?
  • Noch am selben Tag?
  • In weniger als zwei bis drei Stunden?

Hier trennt sich für den Journalisten die Spreu vom Weizen: Wenn Sie noch am selben Tag reagieren ist alles im grünen Bereich! Auch eine Rückmeldung innerhalb von 24 Stunden ist in den meisten Fällen noch im zeitlichen Rahmen.

Die gängige Praxis sieht aber leider oft anders aus. E-Mails werden vom Sekretariat bearbeitet und im besten Fall auf die Tagesagenda für die nächste Besprechung gesetzt, gehen in der Flut an Mails unter oder finden im schlimmsten Fall gar keine Beachtung. Eine vertane Chance sich und sein Unternehmen zu präsentieren. Umso unverständlicher, wenn man bedenkt, dass viele Unternehmen sehr viel Zeit und Aufwand investieren um sich in der Öffentlichkeit zu positionieren und oft auch viel Geld für Werbung und Imagekampagnen in die Hand nehmen. Die Erwähnung in einem redaktionellen Umfeld, neutral journalistisch aufbereitet besitzt nicht nur hohe Glaubwürdigkeit, sondern auch zeigt, dass Ihre Meinung Gewicht hat und Sie als Experte in ihrem Bereich gefragt sind.

In aller Regel versehen Journalisten ihre Anfrage mit einem Datum bis zu dem sie Material oder Informationen von ihnen benötigen. Dabei ist es durchaus ratsam nicht bis zur letzten Minute mit der Beantwortung zu warten. Es reicht ein kurzes Feedback mit der grundlegenden Information was Sie liefern und ob sie den Termin einhalten können. Das erspart Ihnen Erinnerungsmails und dem Journalisten Zeit.

Journalistische Praxis
Ein Journalist greift ein Thema auf, beginnt mit der Recherche, sammelt Material und fängt an zu schreiben. Hinter ihm stehen Pressekonferenzen, Redaktionsschlüsse, die Layouter und Grafiker sowie der alles entscheidende Erscheinungstermin. Bei tagesaktuellen Medien sind Redaktionsschluss und Erscheinungstermin noch am selben Tag. Doch auch bei Wochen- oder Monatsmedien sind die Fristen immer knapper gesetzt.

Erfolgt auf eine Anfrage keine schnelle Reaktion sieht sich der Journalist nach Alternativen um und fragt den Mitbewerb. Reagiert dieser schneller, dann ist er in dem Artikel mit drin und die Geschichte ist fertig noch ehe Sie Ihren Input dazu abgeben konnten. Es ist wie so oft im Sport: Wer unmittelbar reagiert erhöht die die Wahrscheinlichkeit auf einen Treffer. Der schnellere gewinnt.

Deshalb sollte man Anfragen sofort erledigen – vor allem dann, wenn es sich um ein kurzes Statement, dass in der Regel nicht mehr als zwei bis drei Zeilen erfordert. Davon ausgenommen sind längere Interviews oder Exklusivgespräche – kein Journalist erwartet sich ernsthaft, dass er dafür innerhalb eines Tages einen Termin bei Ihnen bekommt. Die Anfrage sollte trotzdem so schnell wie möglich beantwortet werden.

Medienpräsenz erhöhen
Journalisten wissen kurze Reaktionszeiten und eine kompetente Pressebetreuung zu schätzen. Damit sammeln Sie nicht nur Pluspunkte bei den Medienvertretern, sondern werden immer wieder mal zu speziellen Themen befragt werden und erhöhen damit ihre Medienpräsenz. Umso leichter ist es dann auch Themen, die Ihnen am Herzen liegen bei Journalisten zu positionieren und eine langfristige Zusammenarbeit aufzubauen.