Die Keynotes beim Berliner Kommunikationskongress sind jedes Jahr ein Highlight. 2012 sprach u.a. Manfred Spitzer über das, was er digitale Demenz nennt. Der Psychologe und Gehirnforscher beschäftigt sich mit den Auswirkungen, die Internet, Ballspiele, Social-Media-Plattformen und SMS auf unser Gehirn ausüben. Dabei ist er sehr kritisch. Die oberflächliche Informationsverarbeitung, die Vereinsamung der Menschen – all das macht ihm Sorgen. Und mir auch, denn in manchen seiner Beschreibungen erkenne ich mich und meine Umwelt sehr gut wieder.

Der Vortrag war derart mitreißend, dass sicher die Hälfte der Zuhörer anschließend die Büchershops gestürmt haben und seither – so wie ich – die „Digitale Demenz“ am Nachttisch liegen haben.

Der positive Ausblick: Wir können uns dagegen wehren, indem wir wieder mehr interagieren – und zwar im wirklichen Leben. Das ist spannend und sollte doch gar nicht so schwierig sein. Deshalb: Schluss jetzt mit dem Blog und raus in den Garten. Vielleicht treffe ich dort ja einen Nachbarn. (se)